Bücher zu schreiben ist meine Leidenschaft

Bücher gehören zu meinem Leben, wie die Luft zum Atmen.

Bevor mich der Virus zur Schriftstellerei packte, las ich leidenschaftlich gern Bücher. Wenn ich darüber nachdenke, hatte es schon Struktur. Ich interessierte mich weniger für aktuelle Bestseller, sondern für die Themen, die mich emotional ansprachen. Mit 18 begann es mit romantischen Liebesromanen und Geschichten über heldenhafte Abenteuer. Diese Ausgangsbasis führte mich anschließend zu historischen Klassikern, wie Der Medicus und Die Säulen der Erde. Im Alter von ca. 25 Jahren, inzwischen verheiratet und selbst Mutter von drei lebhaften Kindern, kam ich in die humorvolle Lesephase mit Erma Bombeck’s: „Nur der Pudding hört mein Seufzen“ und Hera Lind’s „Das Superweib“.

Als Dreißigjährige erwischte mich dann doch noch die Gruselphase. Ich verschlang sämtliche Joy Fielding Exemplare, derer ich habhaft werden konnte. Scheinbar hatte das irgendeinen therapeutischen Effekt, denn die Psychothriller entblößten Ängste in mir, die mir nicht bewusst gewesen waren.

Die Bücher über Harry Potter brachten mich dazu, an eine unsichtbare Macht in mir selbst zu glauben.Der Inhalt meines gesamten Bücherregals hatte mich also durch alle Phasen begleitet, die ein Mensch so durchläuft. Halt! Eine fehlte noch: Die magische Phase. Nicht nur meinen jüngsten Sohn, auch mich packte das Harry-Potter-Fieber. Kam ein neues Buch von Joanne K. Rowling auf den Markt, wechselten wir uns stundenweise mit dem Lesen ab. Das jeweilige Exemplar wurde sozusagen nie kalt, bis wir es durchhatten. Diese Bücher waren nicht nur die letzten Romane, die ich überhaupt las, sie waren auch wie eine magische Brücke, die mich an den Ort geleiteten, an dem ich das Unsichtbare selbst erforschen wollte: Den Sinn des Lebens.  

Von nun an war ich Feuer und Flamme für Lebensratgeber, Philosophie und Fachliteratur für Psychologie und Metaphysik. Mein Dauerbrenner wurde das Werk von Hermann Hesse: Siddharta, eine indische Dichtung.

Mein Erstlingswerk: 'Straps, Gebet und Luftballons' veröffentlichte ich als Selfpublisher.

Zuvor hatte ich einen persönlichen Weltuntergang erlebt. Wie soll man es auch anders nennen, wenn alles, woran man bisher glaubte, zerbricht? Selbst meine Bilderbuchehe löste sich auf. Wir beide hatten uns verändert. Mein bisheriges Selbstbild, ja, auch meine Weltanschauung hatte sich vollkommen gewandelt. So ließ ich alles los, was nicht mehr zu mir gehörte. Es war ein schmerzhafter, trauriger Prozess, der sich aber letztlich befreiend auswirkte.

In den letzten eineinhalb Jahren hatte ich das größte Drama meines Lebens halbwegs verarbeitet. Ich saß mit meinem neuen Freund in einem Strandkorb auf Norderney. Er las gern und ausgiebig Bücher, während ich neben ihm saß und die Gegend betrachtete. Mir war ein wenig langweilig. Immer noch dachte ich an die schmerzvolle Trennung von meinem Mann. Wie sehr sich mein Leben seitdem verändert hatte…

Das erste meiner Bücher veröffentlichte ich selbst über Books on Demand.Warum sollte ich nicht alles aufschreiben, anstatt immer wieder darüber nachzugrübeln? Ich besorgte mir ein Schulheft und begann meine Geschichte mit Blick auf das Meer. Und nicht nur das! Während ich das stetige Heranrollen der Wellen, die kreischenden Möwen und die knisternde Gischt beobachtete, wurde meine lyrische Ader wiedererweckt. Schon als Teenager habe ich meine Gefühle und Gedanken in Gedichten ausgedrückt. Jetzt war Feuer und Flamme. Die Worte und Sätze schossen nur so aus mir heraus und füllten etliche Hefte mit meiner eigenen Story. Es tat mir gut mit etwas Abstand, weisem Blick und einer großen Portion Humor die letzten beiden Jahre nach der Trennung zu reflektieren. Wieder zurückgekehrt, bot mir mein Sohn seinen alten Laptop an, den er nicht mehr benötigte. So begann meine Schriftstellerkarriere. 

Durch mein wachsendes Interesse an Psychologie, Religion und Philosophie entwickelte sich eine neue Perspektive auf das Leben, die wie von selbst auch in mein erstes Buch floss. 

Robert Betz wurde zum wahren Glücksfall für meine nächsten Bücher.

Im Grunde verdanke ich es meiner Freundin, dass das nächste Buch von einem „richtigen“ Verlag publiziert wurde. Ela hatte mir zum Geburtstag folgendes Buch von Robert Betz geschenkt: Willst du normal sein oder glücklich? Neugierig nahm ich das Buch zur Hand. Es war sehr gut geschrieben. Das ideale Buch für Ela, wenn sie nicht so viel Widerstand gegen persönliche Veränderung hätte. Aber ich? Ich gehörte doch nicht zu der Zielgruppe Roberts, denn ich hatte all das, was Robert beschrieb, längst selbst durchlaufen, oder?

Mit Robert Betz im Interview auf der Frankfurter Buchmesse über meine Bücher.Ich war neugierig geworden. Die Website von Robert Betz fand meinen Beifall und meine höchste Anerkennung. Roberts Bücher und Vorträge transportierten seine humorvolle, kluge Präsenz derart, dass ich sein größter Fan wurde. Mein Herz floss über vor Dankbarkeit und Freude, wenn ich seinen Audio CD’s rauf und runter lauschte. Ich musste ihm einfach schreiben! Er sollte wissen, wie wertvoll seine Arbeit für mich war. Robert bedankte sich. So entstand ein freundschaftlicher Email-Austausch. Während dieser Kommunikation erzählte ich ihm von meinem zweiten Buch, das ich inzwischen fertiggestellt hatte. Robert informierte mich, dass er für seinen Verlag Roberto & Philippo, jetzt auch Fremdautoren suche. Ich könne doch ein Exposé an sein Büro schicken.

Im Himmel trägt man Flip Flops ist der zweite Titel der Bücher, die durch Roberto & Philippo publiziert wurden. Im Minirock auf Wolke 7 war das erste meiner Bücher, das Robert Betz in seinem Verlag veröffentlichte.Das Unglaubliche geschah: Ich wurde Roberts erste Fremdautorin und veröffentlichte über seinen Verlag in den Folgejahren meine beiden erfolgreichsten Bücher: IM MINIROCK AUF WOLKE 7 und IM HIMMEL TRÄGT MAN FLIP FLOPS. Die Bücher wurden hauptsächlich auf Roberts Veranstaltungen verkauft. Ein paar Jahre lang gingen hier tausende meiner Bücher über die Ladentheke. Es war eine berauschende Zeit: Berichte in den heimischen Zeitungen, überregionale Lesungen, Auftritte und Interviews auf der Frankfurter Buchmesse. Mich erreichten zahlreiche Leserbriefe von begeisterten Menschen. Ihre liebevolle Wertschätzung hat mich tief berührt. Mit einigen dieser Fans stehe ich auch heute noch in freundschaftlichem Kontakt.

Inzwischen werden die Titel nicht mehr verlegt, weil sich das Programm des Verlags geändert hat.

Natürlich besitze ich noch eine kleine Stückzahl dieser Bücher. Auch sind noch viele Exemplare in Second-Hand-Buchshops zu bekommen. Vielleicht werde ich diese Titel in ein paar Jahren überarbeiten und erneut veröffentlichen – als Trilogie. Es ist ja schließlich meine eigene Geschichte, die sich in der turbulenten Story von Mona Maronn zeigt. 

Das vierte Buch dieser Art: ALS DER SENSENMANN INS STOLPERN GERIET, ist 2014 entstanden. Es handelt von Joy, Mutter von Zwillingen, die den Tod schon immer infrage gestellt hat. Schon als kleines Mädchen hat sie behauptet, dass das Leben nicht enden kann. Selbsterlebte Grenzerfahrungen mit dem Tod, Erscheinungen und Inspirationen, verbunden mit dem ganz normalen Alltag einer Kleinfamilie, machen dieses Buch zu einem ehrlichen Überbringer einer Botschaft, die uns im Leben nicht mehr stolpert lässt. Dieses Werk wurde im VERLAG 3.0 -BUCH IST MEHR- veröffentlicht. Auch dieser Verlag ist von seriöser Art, d.h. er veröffentlichte mein Buch ohne Druckkostenzuschuss. Ich bin diesen Verlagen sehr dankbar, dass sie meine Bücher in die Welt ließen.

In den Folgejahren befasste ich mich intensiv mit meinem spirituellen Weg.

Meine Bewusstseinsentfaltung war in den letzten Jahren rasch fortgeschritten. Mithilfe einiger spiritueller Lehrer, meiner inneren Führung und dem großartigen Buch: Ein Kurs in Wundern erfuhr ich einen lichtvollen Wandel meiner selbst. Ich erwachte. Seitdem befasse ich mich mit dem Erforschen und Integrieren der inneren liebevollen Essenz, die uns allen innewohnt.

Es entstanden zahlreiche spirituelle Gedichte, Gleichnisse und Prosatexte. Auch habe ich zwei spirituelle Lebensratgeber fast fertiggestellt, doch sie müssen mit der Veröffentlichung noch warten. Meine innere Stimme forderte mich auf, zunächst die spirituellen Gedichte und Gleichnisse zu publizieren, bevor ich mich dem nächsten Schritt zuwende.

So entstanden folgende Bücher, die ich 2020 und 2021 selbst publizierte. 

  • Lass dich berühren | Dichtung & Prosa
  • Das Große Ganze | Spirituelles Gleichnis
  • Die Große Reise | Spirituelles Gleichnis
  • Schmetterlinge tanzen schön | Pure Lebensfreude | Gedichte 
  • Götterfunken all-über-all | Leuchtfeuer für die Seele | Gedichte

Sieh dir gern die neuen Bücher in den einzelnen Buchbeschreibungen näher an!

Rezension | Heilnetz OWL | 21.11.2020 von dem Buch: LASS DICH BERÜHREN -Worte, die Flügel schenken-

von Conny Dollbaum-Paulsen | Heilnetz OWL

Es gibt sie, die kleinen feinen Bücher, in denen Weisheitsjuwelen mal offensichtlich, mal verborgen schimmern. Gitte Malou Weiß hat genau so ein Buch geschrieben.

Die Kapitel richten sich an das Leben, an die Freude, an die Heilung und an das Licht – es sind Gedichte, poetische Prosatexte, Gereimtheiten und die lustvolle Beschäftigung mit Ungereimtheiten findet auch Platz.

Die tiefe Herzensüberzeugung, dass alles Licht ist, dass alles durch Liebe geheilt wird und dass nichts und niemand davon jemals getrennt sein kann, strahlt aus jedem Wort, das Gitte Malou Weiß schreibt. Jeder Text, ob kurz oder lang, gereimt oder prosaisch, eröffnet Möglichkeiten: zu Heilung, zu Einsicht, zu Trost und Zuversicht, zu Liebe. Manche Texte kommen scheinbar leicht und unbekümmert daher, beinahe belanglos – und dann schimmert mittendrin ein Juwel der Erkenntnis.

Auf ihrer Homepage schreibt Gitte Malou Weiß, die als spirituelle Lehrerin in Ostwestfalen lebt und arbeitet, unter anderem: „…liebt die innere Stille, erfreut sich an tiefen Gesprächen, ist Fan von Schaukeln und Schokolade“. Wer mag daran zweifeln, dass eine Frau, die Fan von Schaukeln und Schokolade ist, wirklich Wesentliches zu sagen hat?

Der Titel Lass dich berühren ist Programm und auch wenn nicht jeder Text bei jeder Leser*in ganz in die Tiefe reichen kann, so liegen die Juwelen doch überall dazwischen – und können manchmal sicher Flügel schenken.

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